Children of the Universe

Okay, wir nehmen es zurück. Der Hippieflair ist noch nicht ganz ausgestorben in GOA. Hurray!!! 💕

 

Die letzten Tage verbrachten wir in Arambol. Hier ist wirklich noch der authentische Hippieflow zu finden. Auf der Marktstraße findet man ganz viele kleine Shops von Künstlern, Einheimischen und Travellern der ganzen Welt. Ein Shoppingparadies für uns. So viele bezaubernde, handgemachte Einzelstücke, wir sind ganz verzweifelt, da wir leider überhaupt keinen Platz im Rucksack haben, sonst könnte ich dort Kiloweise einkaufen! ❤ Was ich total schön finde, ist das man hier (und auch teilweise in den anderen Ländern die wir jetzt bereist haben) immer die Schuhe auszieht wenn man einen Shop betritt. Auch wenn die Füße oft nicht sauberer sind als die Schuhe, ist es ein Zeichen des Respekts. Wie lustig wäre es wenn man das bei uns auch machen würde. Beim Hofer die Schuhe draußen stehn lassen und Barfuß einkaufen gehen. 😂


Abends essen wir in einem Organic-Vegan-no alcohol-Healthy Restaurant. Super schöne Atmosphäre und super leckeres Essen ❤


Überraschenderweise entpuppt sich der Abend im Restaurant zu einem Open Mic Abend. Auf einmal kommen gaaaanz viele Menschen mit Gitarren und Trommeln, Alt-Hippies, Traveller, Gestrandete aller Nationalitäten, Kinder, Babys, Opas&Omas. Wir erleben einem super schönen Abend, jeder Künstler darf 2 Songs spielen und wir hören 10 verschiedene Artists. Von Covern, eigenen Songs und Freestyle war alles dabei. Ein ca. 80 Jähriger Hippieopa singt „i can’t go home, i can’t go home, India got my heart, India got my soul“. Ein anderer fordert uns auf alle mitzusingen „Loveeeee, Loveee“. Die Botschaften an diesem Abend gehen unter die Haut. Wir sind alle gleich, egal welche Hautfarbe oder Nationalität. Wir haben so einen wundervollen Planeten, den wir schützen müssen! Spread love out there!!! Wir singen zusammen und fühlen die Verbundenheit.

Wir haben auch wieder einige neue Freunde kennen gelernt hier. So schön wie herzlich wir hier aufgenommen werden. Wenn man sich zufällig auf der Straße wieder trifft, begrüßen wir uns wie alte Freunde. So schön ❤

Wir genießen die Zeit hier im Schatten. Lesen, hören Musik, trinken köstliche frische Fruchtshakes und lassen uns inspirieren. Ich kann stundenlang da sitzen, aufs Meer schaun und Nachdenken. Diese Stunden tun mir sooo gut. Wie inspirierend das für mich ist… jedes neue Buch bringt mich auf neue Ideen und bringt mich zum Nachdenken. Über mich, meine Stärken und Schwächen (da hab ich in den letzten Monaten ganz neue entdeckt), über mein Leben, an Zuhause. Wir merken wir haben Bammel nach Hause zu kommen um dort dann festzustellen, dass sich nichts verändert hat. Wir haben uns sooo verändert und sind so gereift die letzten Monate… da muss Zuhause auch Veränderung her! Die Vorstellung einfach so wieder ins alte Leben zu schlüpfen, geht garnicht!!! Unsere Renovierungsideen für unser Wohnzimmer sind schon ins Detail ausgefeilt. Es macht mir so Spaß mich dem kreativen Flow hinzugeben und alles aufzuschreiben was mir in den Sinn kommt. Ich hab mittlerweile eine ganz lange Liste an Kochinspirationen für Zuhause, eine Liste mit Dingen die ich Zuhause in meinem Alltag ändern will und Neues was ich integrieren will. Auf Reisen lebt man so viel bewusster als im Alltag. Dieses Gefühl von Freiheit und Ausgeglichenheit möchten wir unbedingt mit nach Hause nehmen und weiter leben. Seit 2.5 Monaten, schreibe ich jeden Abend die Highlights des Tages auf und plan was Schönes für den nächsten Tag. Das möchte ich Zuhause fortführen. So lebt man so viel bewusster und dankbarer. Die kleinen Dinge des Lebens schätzen. Ein Lächeln von einem Fremden. Ein kleiner Chocolatball. Ein Schluck Masalatee. Immer wieder Neues auszuprobieren. Ich bin eh generell ein Mensch, der ständig Neues ausprobieren muss. Das beflügelt so den Alltag wenn man immer wieder Neues ausprobiert, egal ob ein Rezept, eine neue Spazierrunde, ein neuer Sport, Musik, was Kreatives… if there is no change, there wouldn’t be butterflies.

Bei einem Spaziergang zu einem kleinen Tempel, kommt mir ein Sadhu entgegen und steuert genau auf mich zu. Nimmt meine Hand und streicht mit dem Finger über die Linien in meiner Handfläche und schaut mir intensiv in die Augen. „I can feel your energy“ Er strahlt mich an. „You have a really really strong, pure Energy“ „I like your energy, can you feel mine? Do you like my Energy?“ Ich bin ganz perplex und lüg ihn an, dass ich etwas Zeit brauche, bis ich spür ob ich eine Energie mag oder nicht. Das war gelogen, eigentlich hab ich von der ersten Sekunde gespürt das mir seine Energie viel zu steil ist. Wir plaudern ein bisschen und er erzählt uns viel von seinem Leben als Sadhu, Yoga und Meditationslehrer, seinen Reisen, er zeigt uns den Tempel und den dahinter liegenden Banyantree. Interessante Erfahrung, wir hinterlassen ein paar Worte und unsere Mailadresse in seinem Buch.

3 Kommentare zu „Children of the Universe“

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