Abenteuer, Paradies, Lachen und ganz viel lieb haben

Heute gehts mit dem Nachtbus 9 Stunden nach Sihanoukville an die kambodschanische Küste. Sleepingbus Luxury. Was „Luxury“ heißt, wissen wir schon von Nepal… das heißt meistens so ca. europäischer Standard. Auch nicht ganz… aber jedenfalls um einiges besser als die normalen Verkehrsmittel hier. Wir sind gespannt… ziemlich angeduselt (mittlerweile ein Dauerzustand) kommen wir am Busbahnhof an. Die Betten sind wirklich ganz okay, nur leider viel zu kurz für Laurent. Wie immer. Die Asiaten sind halt wirklich viel viel kleiner. haha 

Ganz schräges Gefühl in einem fahrenden Bus liegen. Alles schaukelt. Schlafen können wir leider trotzdem kaum. Der Busfahrer hört laut Musik und Laurent und ich haben die erste Kabine ganz vorne. Ohropax sind im großen Rucksack im Kofferraum. Naja egal, schlafen wird überbewertet, das haben wir auf unserer Reise auch schon gelernt. Gewitter beobachten hat auch was. Aufeinmal wirds schon hell und wir sind da. 

Endlich am Meer! Fix und foxy… aber glücklich! 

Wir können erst um 13 Uhr ins Zimmer… also erstmal am Strand chillen und Schlaf nachholen. Die Jungs trinken um 10 Uhr morgens schon ein Bier..naja wir sind ja im Urlaub, ne! 🙂


Die Jungs wollen auch unbedingt ein Foto mit den Beachgirls. 

Wir chillen den ganzen Tag an dem wundervollen Strand, das Wasser ist soo warm und seicht … da kann man stundenlang im Wasser sein. Die Strände hier in Shinoukville sind nicht übermäßig touristisch, aber trotzdem super sauber und viele chillige, günstige Bars und Restaurants. Und: wundervolle Sonnenuntergänge ❤

Schöner kanns fast garnicht mehr sein. Wir genießen die Zeit zusammen, es ist so schön wie unsere Gruppe harmoniert. So entspannt und wir lachen soooo viel zusammen. 

Am nächsten Tag gehts früh morgens mit dem Boot raus zu den kleinen Inseln hier vor der Küste. 

Erster Stop ist bei einem kleinen Korallenriff zum Schnorcheln. Die Korallen sind groß und wunderschön, aber leider ausgebleicht. Die Auswirkungen von Klimaerwärmung und Tourismus spürt man hier leider auch. Dafür sehen wir viele kleine und große Fische, riesige Seeigel und wundervolle (pastell) Korallen. 

Der nächste Stop ist auf einer wundervollen, unberührten Insel.

Wir baden in dem kristallklaren Wasser und lassen die Seele baumeln. 

Nach einem kleinen BBQ auf dem Boot gehts zu wunderschönen Felsformationen, wo die mutigen Klippenspringen dürfen. Ich hab leider einen Sonnenstich abbekommen, hab brennendes Kopfweh… ob ich mich sonst getraut hätte? Ich weiß nicht… mit Hilfe von einem Mut-Bier vielleicht schon. Isi, Adrian und Martin trauen sich! Fazit: ein Wahnsinnserlebnis!! 

Martin ist davon so im Adrenalin Rausch, dass er sich Zuhause einen Schnauzer rasiert. Jetzt wo er zu den Draufgängern gehört, muss der passende Style dazu! 

Abends lassen wir den Tag bei Billiard und Cocktails ausklingen. 

Am nächsten Morgen borgen wir uns Mopeds aus um zu einem Wasserfall hier in der Nähe zu fahren. Die Mopeds haben schon bessere Zeiten gesehen, Laurent und meins hat keine funktionierende Rückbremse. Bei den Straßen hier, saugefährlich. Aber ja, geht nicht anders, wird schon gehen. Man lernt in solchen Ländern einfach Kompromisse und Risiken einzugehen, weils oft einfach nicht anders geht und die Umstände hier „ganz normal“ sind. 

Getankt wird Petrol aus der Glasflasche. 

Der Weg zu den Wasserfällen führt uns durch Sihanoukville, der Verkehr ist zwar Rechtsverkehr aber trotzdem nicht so easy. Die Straßen sind voller Schlaglöcher und Sand. Uns Beifahrerinnen tut nach kurzer Zeit schon der Popsch weh. Wir kommen an Müllbergen, Slums und super lustigen Gefährten vorbei. Hier wird ALLES mit Mopeds transportiert. Ein Typ fährt mit einem großen weißen Hund am Moped vorbei, eine Family zu viert am Moped, ein Kind am schlafen, das zweite wird während der Fahrt gefüttert. Einer transportiert eine riesige Schiffsschraube auf seinem Roller. Göttlich. 

Nach einer dreiviertel Stunde schickt uns unsere App auf eine unbefestigte Straße. Eine rote Sandpiste, mitten ins Nirgendwo mit riesigen Schlaglöcher. Uns kommt ein kleiner Truck entgegen der über die Schlaglöcher rumpelt. Am Deck stehen ein paar junge Männer die uns skeptisch anblicken, auch die denken sich wahrscheinlich was wir hier bitte machen. Die Straße wird immer schlimmer und als uns fast der Hinterreifen wegrutscht, streck ich mein linkes Bein aus um zu stabilisieren. Dabei hau ich mir die metallene Fußstütze so in die Wade, dass mir die Tränen in die Augen schiessen. Fuck. Stehen bleiben und schaun ob der Muskel gerissen ist (so hat sichs angefühlt). So schlimm wirds schon nicht sein, aber man sieht sofort dass das ein fetter blauer Fleck wird. Da sehen wir zwei weitere Mopeds auf uns zu kommen. Sie bleiben stehen und schauen uns an. Dann drehen sie um und fahren wieder. Irgendwie stresst uns das. Martin hat gelesen, dass gerade in ländlichen Gegenden die Menschen schwer bewaffnet sind in Kambodscha und Überfälle öfter vorkommen. Laurent und Isi schauen zu Fuß ein Stück weiter ob die Straße hinter der Kurve besser wird. Martin rutscht auf der sandigen Piste aus und schürft sich den Fuß auf. Das wars jetzt. Scheiss auf den Wasserfall. Bis wir dort sind, schaffen wirs im Hellen nicht mehr zurück. Safety first! Wir drehen um und fahren zurück. Aber ein Abenteuer wars allemal!!! ❤

Abends sitzen wir am Strand, essen, trinken, hören Musik, reflektieren die Erlebnisse und gwatschen über unsere Leben. Wie haben wir uns eigentlich alle kennen gelernt? Wir lachen zusammen und haben uns sooo sooo lieb. 

2 Kommentare zu „Abenteuer, Paradies, Lachen und ganz viel lieb haben“

  1. Da habt ihr ja viel erlebt die drei Tage, bin froh, dass ihr mit den Mopeds wieder gut zurück gekommen seid, trotz ein paar Abschürfungen und blauen Flecken 😜. Martin der Draufgänger mit seinem Schnauzer schaut sooo anders aus, wie „Magnum“ aus den 80 igern 😂, aber den werdet ihr nicht kennen, war ja vor eurer Zeit. Mutig, mutig die Klippenspringer 👍 meinen Respekt! Und als Mama bin ich natürlich ganz stolz auf meinen Martin 😀👍, da Papa auch 😜.
    Wünsche euch morgen eine gute Weitereise auf die Trauminsel und freu mich auf den nächsten Bericht. Bussal Sieglinde

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