Inhale the good shit – Exhale the bullshit

Ohhhhm shantiii shantiiii shantiii

Nach 3 Tagen im Yoga Retreat fühlen wir uns richtig gereinigt – im Innen und Außen. Und haben derben Muskelkater. Haha

Schon bei unserer Ankunft im Retreat, dass aussieht wie ein kleiner Tempel, fühlten wir die Ruhe und die Spiritualität die hier gelebt wird. Nach dem wir unser kleines Zimmer bezogen hatten (ohne Schlüssel – “its safe, we are a big family”), durften wir uns noch ein bisschen ausruhen auf dem Rooftop. Ich schlief sofort in der Sonne ein, so eine relaxte Atmosphäre hier.

Dann hörten wir den Gong und unser Retreat startet mit Teatime und Popcorn und kennenlernen der aktuellen “Sadhana family” – wir sind ca 15 Leute von Australien, Neuseeland, Finnland, Niederlande, Polen und der Schweiz – und wir Ösis. Die nächsten Tage stehen im Sinne von Reinigung und Frieden. Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Schokolade, WLAN, …alles was giftig ist und süchtig macht…ist verboten im Sadhana Yoga Retreat. Die nächsten Tage gibt es nur Wasser, Tee und ayurvedisches Essen, vor jeder Mahlzeit wird gemeinsam gebetet um das Essen zu reinigen. Pure Food – Pure Mind.

Hier unser tägliches Programm:

Chanting – ist gemeinsames Mantra singen mit geschlossenen Augen, alle sitzen im Kreis und wir singen gemeinsam immer die gleichen Phrasen, alles vibriert und man singt sich in eine Art Trance Zustand.

Bei der Candle-Meditation nach dem Abendessen, sitzen wir im Dunklen rund um eine Kerze und schauen in die Flamme ohne zu blinzeln (wers schafft) und wiederholen etliche male verschiedene Mantras. Damit schärfen wir unsere Konzentration und wenn du dann die Augen schließt, siehst du den Schein der Kerze mit deinem inneren Auge. The inner light.

Um 5:30 läutet der erste Gong – aufstehen! Draußen ist es noch kühl, die ersten Vögel singen.
Wir bereiten uns auf unsere Morning Meditation vor – machen Dehnübungen und lernen einiges an Theorie. Dann startet die Meditation. Jeder bekommt eine Gebetskette und mit geschlossenen Augen wiederholen wir “So Ham” “So Ham” “So Ham” – so oft wie die Kette Perlen hat. Dann das ganze im Flüsterton. Und dann noch eine Runde im Stillen.

Danach gehts aufs Rooftop – es gibt Tee und eine kleine Schale Früchte für jeden. Außerdem Aloe Vera aus dem Garten um Gesicht und Haut zu erfrischen.

Es läutet der Gong – Zeit für “nasal flushing”. Jeder bekommt eine kleine Kanne mit Salzwasser und wir stecken uns das Ende in ein Nasenloch, aus dem anderen läuft dann das Wasser wieder raus. Das klappt überraschend gut, wir haben unser Kännchen gleich mitgenommen und versuchen das nun täglich weiter zu praktizieren.

Gong. Reflexology. Jeder bekommt einen hölzernen Stab in dem kleine spitze Noppen geschnitzt sind und wir stimulieren damit unsere Reflexpunkte auf unseren Fußsohlen und Handflächen. Das wirkt ähnlich wie Akupunktur.

Gong. Morning Yoga. Puhhh ganz schön anstrengend. Die Posen sind ganz schön herausfordernd und nach 1.5 Stunden sind wir nassgeschwitzt, aber Laurent als blutiger Anfänger schlagt sich wacker. 🙂

10 Uhr gibts Frühstück. Leckere Früchte mit Haferflocken und Kokos. Und Tee. Eh klar.

Danach reiben wir uns mit Heilerde ein – die reinigt die Haut und entzieht Giftstoffe. Sobald die Erde in der Sonne getrocknet ist, reiben wir sie uns wieder ab – das ergibt einen tollen Peelingeffekt. Die Haut ist danach soooo weich wie ein Babypopo 🙂


Dann gehts zur Massage -ahhhh herrlich. Zwar soo fest, dass ich sogar bisschen Blutergüsse am Oberschenkel hab aber der Masseur meinte: “Pain is good Linnea, sweet pain” 😀

Komplett ölig und wie auf Wolken schweben wir zum “Steam bath” – sowas cooles haben wir noch nie gesehen. Ein Schrank aus Holz in dem ein Hocker steht, da setzt man sich drauf und der Kopf schaut aus einem Loch oben wieder raus. Dann wird Wasser mit Kräutern aufgekocht und der Dampf da rein geblasen. Soooo ein angenehmes Gefühl, man spürt wie sich die Poren öffnen und der ganze Dreck rausgeschwitzt wird. Göttlich.

Gong. Wieder Meditation.

Um 13 Uhr gibts dann köstliches Mittagessen. Immer 3-4 verschiedene Sachen, alles unterschiedlich gewürzt, unterschiedliche Konsistenzen – und suuuuper lecker!!

Danach startet das Karma Yoga – na was glaubt ihr was das ist? Naja, was fürs Karma tun, also im Retreat ein bisschen mithelfen beim putzen und den Garten pflegen. Haha

Gong. Teepause. Mhhhm der Chaitee ist so köstlich, ich könnt mich reinlegen. Kein verlangen nach Kaffee und Chick.

Gong. Chanting. Gemeinsames Singen mit Trommeln.

Gong. Evening Yoga. Wieder eine fordernde Yoga Einheit, wir spüren jetzt schon Muskelkater. Zusätzliche Challenge: Mosquitos. Haha die Balance-Posen zu halten und gleichzeitig Mosquitos verjagen – garnicht so einfach.

Wieder leckeres Abendessen und Candle Meditation. Bett. 5:30 Uhr Gong, aufstehen und der ganze Spaß von vorne.

Jetzt fühlen wir uns so riiiiichtig gut und ausgeglichen. Unsere Seele ist nun auch endgültig hier in Nepal angekommen.

Ohhhhm Ohhhm Ohhhhhm Shantiiii Shantiiii Shantiiii FOLLOW YOUR HEART

4 Kommentare zu „Inhale the good shit – Exhale the bullshit“

  1. …hahahaaaa…ich hab mich anfangs schon gefragt was wohl „Karma-Yoga“ sein wird….werd ich nun gleich in meinem persönlichen Wortschatz übernehmen, das Wort „putzen, zusammenräumen, etc.“….hat eh immer so einen negativen Beigeschmack..😂😂😂

    Like

  2. Somit gibt’s morgen karma Yoga bei mir, klingt gut. Danke für diese tollen Reiseberichte und Fotos , soo interessant, bitte weiter so. Da kann ein Traumichnicht wie ich voll dabei sein. Weiter eine schöne Zeit
    Theresia

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Daniela Antwort abbrechen