DANKBARKEIT

 

Ich bin so dankbar, in Europa, in einem der reichsten Länder der Welt, geboren zu sein. In einem Land, in dem es sauberes Trinkwasser gibt. Sogar unsere Seen haben Trinkwasserqualität. Ich bin dankbar für mein warmes und sauberes Zuhause. Immer Strom und fließend Wasser zu haben. Die Möglichkeit IMMER frische, gesunde Lebensmittel zu erhalten.
Ich bin dankbar, dass ich so wundervolle Eltern habe. Die mir Wurzeln und Flügel mitgegeben haben. Wurzeln, die mich am Boden halten. Die mir Sicherheit und Selbstvertrauen geben. Und Flügel, die mir Mut geben, die mir Kraft und Inspiration verleihen, Dinge auszuprobieren.

Ich bin dankbar, so tolle Geschwister zu haben. Mit denen mich immer ein unsichtbares Band verbindet. Egal wie weit wir voneinander getrennt sind oder gerade im Streit sind. Diese tiefe Liebe verbindet uns IMMER.

Ich bin dankbar, dass ich mir meinen Partner selber aussuchen darf. Das ich selbst entscheiden kann, mit wem ich meine Zeit verbringen will, mit wem ich eine Beziehung eingehen will und wen ich heiraten will. Und ob ich das überhaupt alles will. Ich kann entscheiden und keiner kann mich zu etwas anderen zwingen.

Ich bin dankbar, dass mir alle Möglichkeiten einer guten Bildung offen stehen. Ich mir meinen Beruf selber aussuchen kann und diese Entscheidung immer wieder ändern kann.  Ich kann ALLES schaffen, wenn ich es wirklich will. Weil mir die ganze Welt offen steht. Und das nur weil ich in einem so reichen Land geboren bin. Oft hat mich diese riesige Auswahl an Möglichkeiten in Europa schon gestört, weil es einfach schwierig ist sich zu entscheiden, wenn es so viele Möglichkeiten gibt. Jetzt seh ich es wieder anders. Lieber zu viele Möglichkeiten als garkeine.

Ich bin dankbar, dass ich so viele so wunderbare Freunde und so eine liebevolle Großfamilie habe. Mit denen ich immer eine ganz starke Connection habe. Wir uns füreinander interessieren, uns unterstützen und füreinander da sind. Verständnis haben und uns in schwierigen Zeiten Beistand leisten.

Ich bin dankbar, dass ich in brenzlichen Situationen, in denen ich mich nicht gut fühle, die Möglichkeit habe NEIN zu sagen, den Plan ändern kann, fliehen kann.

Ich bin dankbar, in Österreich als Frau respektiert zu werden. Kein Mensch 2. Klasse zu sein. Mich anziehen kann, wie ich will. Mit Respekt behandelt zu werden, eine Stimme zu haben. Das ist leider nicht selbstverständlich.

Diese Dinge waren mir vorher auch bewusst. Aber jetzt spüre ich diese Dankbarkeit in jeder Faser meines Körpers. Ich habe Glück. Unsagbares Glück. Und dafür bin ich wahnsinnig dankbar.

 

P.S.: Wir sind gut und sicher in Bangkok angekommen. Es ist soo herrlich hier.

Die letzten Erfahrungen werden wohl etwas Zeit brauchen um gut verarbeitet zu werden. Wenn es soweit ist, werd ich vielleicht noch mal ein paar Zeilen Reflexion dazu schreiben.

Aber jetzt: aufpeppeln, erholen, genießen, dankbar sein.

2 Kommentare zu „DANKBARKEIT“

  1. …wow…jetzt hab ich mal ein Zeitl gelesen, so viele Gefühle!!! Linn, ich hoffe dir gehts wieder besser bzw. hast dich auch wieder gut erholt. Es ist schön, wenn man weiß wo man herkommt und noch schöner ist es wenn es einem bewusst ist wo man hingehört!! 🙂 Gerade solche Reisen nehmen einem ganz viel ab, da passiert mit einem ganz schön viel und tränen sind ja auch reinigend.
    Sodala, ich freue mich auf den nächsten Bericht über BKK. Geht bitte unbedingt massieren, eine Fussreflexmassage abends ein Traum…ihr fühlt euch sicher wie neu geboren….
    Alles Liebe weiterhin. 😘😘

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